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Überraschungserfolg im Fuchsbau

Für DIE RECKEN stand am Sonntagmittag ein schweres Spiel gegen die im Vorfeld favorisierten Füchse Berlin an, die mit einer Bilanz von 6:4 das bessere Punktekonto aufweisen konnten. In der ersten Hälfte zeigten beide Teams eine starke Angriffsleistung und sorgten für torreiche 30 Minuten. Der zweite Durchgang bot bis zur letzten Minute eine packende und kampfstarke Bundesligapartie in der stärksten Liga der Welt. DIE RECKEN konnten ihre Führung aus dem ersten Durchgang bis zum Abpfiff erfolgreich verteidigen und sicherten sich mit einem 29:28-Erfolg wichtige Punkte in fremder Halle. Mit 13 Toren war Petar Nenadic bester Füchse-Werfer, bei den Gästen setzte sich Kai Häfner mit zehn Treffern an erster Stelle der RECKEN-Torschützenliste.

Ausgeglichene Anfangsphase

Das Sonntagsspiel zwischen den Füchsen Berlin und den RECKEN wurde durch Fabian Wiede eröffnet, der die Hausherren nach knapp 50 Sekunden mit 1:0 in Führung brachte. Die Niedersachsen brauchten jedoch nicht lange, um in Persona Häfner eine Minute später die passende Antwort zu liefern (1:1). Die Anfangsphase im Fuchsbau gestalte sich für beide Teams ähnlich, die im Angriff eine gute Leistung zeigten, in der Abwehr allerdings immer wieder durch Abstimmungsprobleme dem Gegner die Chance zum Tor ermöglichten. Nach weiteren fünf Zeigerumdrehungen nutzte Sven-Sören Christophersen die Gelegenheit und erzielte nach einer schönen Rückraumaktion den 4:4-Ausgleichstreffer.

Kampfstarke Aufholjagd 

Nach 16 Minuten zeigte die Tafel im Fuchsbau erstmals eine Zwei-Tore-Führung für die Hauptstädter (10:8), da Paul Drux und Nenadic erfolgreich für ihre Farben verwandeln konnte. RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer legte daraufhin die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und schwor seine Männer erneut ein. Im Angriff hatte Nordmeyer indes kaum etwas zu bemängeln, lediglich das Aushelfen in der Abwehr war noch nicht ganz nach seinem Geschmack und forderte folge dessen eine bessere Zusammenarbeit in der Defensive.

Die Ansprache zeigte bereits in der Folgeaktion ihre Wirkung. Nach schöner Kombination vor der Füchse-Abwehrreihe netzte Häfner zum 9:10-Anschlusstreffer ein (17.). Doch die Füchse blieben in den weiteren fünf Minuten ihrer Linie treu und bauten die Führung auf 13:10 durch Nenadic aus. DIE RECKEN behielten trotz des größeren Rückstandes die Nerve und setzten, mit Blick auf Ende des ersten Durchgangs, die Vorgabe von Nordmeyer, kompakter in der Defensive zu agieren, konsequent um. Lars Lehnhoff erzielt in der 27. Minute den ersten Führungstreffer vom Sieben-Meter-Strich (14:13). In den finalen Minuten von Durchgang eins nutzten Johannsen & Co. die doppelte Überzahl für sich und erspielten eine Drei-Tore-Führung. Beim Stand von 16:13, aus Sicht der RECKEN, wurden dann die Seiten getauscht. 

Spiel droht zu kippen

Den ersten Treffer in der zweiten Hälfte gebührte nach 30 Sekunden Sven-Sören Christophersen (17:13), der in seiner alten Wirkungsstätte eine souveräne Leistung zeigte und die Rolle als Führungsspieler bei den RECKEN erfolgreich ausübte. Bis zur 39. Minuten konnten die Schützlinge von Nordmeyer ihre Vorsprung von Drei-Toren aussichtsreich halten. Doch die Füchse verkürzten sukzessive den Spielstand in der Heimspielstätte. Besonders Nenadic nutze immer wieder seine Chance und hielt die Füchse im Spiel. Mit dem 19:21-Treffer hielt der Rückraumspieler die Spannung  in der Max-Schmeling-Halle weiterhin aufrecht. Ebenfalls ein wichtiger Akteur auf dem Parkett war Torhüter Martin Ziemer, der unter anderem in der 54. Minute mit einer weiteren Parade gegen Nenadic, die Zwei-Tore-Führung festhielt und zu einer „Schlüsselfigur im Spiel wurde“, lobte Nordmeyer seiner Torwart für dessen herausragende Leistung.

Nervenstark bis zur letzten Minute

Das Spiel in der DKB Handball-Bundesliga bescherte den Zuschauern sowohl in der Halle, als auch vor dem TV packende Endminuten. Durch den 27:28-Anschlusstreffer durch Drux, drei Minuten vor Abpfiff, gestaltete sich die Partie zwischen den Bundesliga-Kontrahenten wieder völlig offen. DIE RECKEN ließen sich jedoch von der Berliner-Kulisse nicht aus der Ruhe bringen, sondern versuchten mit Nervenstärke den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison einzufahren. So konnte auch der letzte Treffer durch den durchweg stark aufspielenden Nenadic in der 59. Minute, den doppelten Punktegewinn der Gäste nicht mehr verhindern.

DIE RECKEN können nun, dank der erfolgreichen Punktejagd im Fuchsbau, ihr Konto um zwei weitere Zähler ausbauen. „Wir hatten im Vorfeld großen Druck, daher sind die Punkte heute sehr wichtig. Wir mussten aufgrund einiger Ausfälle auf dem Feld improvisieren. Wir sind sehr glücklich, dass uns heute diese Überraschung gegen die favorisierten Berliner gelungen ist“, zeigte sich auch Christophersen nach der Partie erleichtert über den Auswärtssieg.

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