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Großer Kampf mit unglücklichem Ende

Knappe Niederlage gegen Füchse Berlin

DIE RECKEN müssen sich nach einer packenden Partie in eigner Halle vor 2.371 Zuschauern mit 22:25 (12:13) gegen die Füchse Berlin geschlagen geben, nachdem die Mannschaft von Trainer Christian Prokop lange um den Sieg mitspielte. Das Aufeinandertreffen war ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für die Gäste, die in der Crunchtime weniger Fehler machten und ihrer Favoritenrolle erst kurz vor dem Ende gerecht wurden. Verzichten mussten die Niedersachsen weiterhin auf Evgeni Pevnov, Domenico Ebner und Jonathan Edvardsson, die verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnten. Dagegen gab Rechtsaußen Jannes Krone sein Comeback nach zweimonatiger Pause.

Vincent Büchner erzielte den ersten Treffer für DIE RECKEN. Allerdings ließ die passende Antwort der Füchse nicht lange auf sich warten. Torhüter Urban Lesjak legten einen guten Start hin und nahm Rechtsaußen Hans Lindberg nach drei Minuten den ersten Siebenmeter weg. Die Gäste bewiesen sich gleich zu Beginn als der erwartet schwere Gegner und legten immer wieder mit einem Tor vor. DIE RECKEN präsentierten sich jedoch mit einer guten Körpersprache und packten in der Abwehr beherzt zu, sodass die Hausherren in der 15. Spielminute auf 6:6 ausgleichen konnte. Wenig später erzielte die Mannschaft von Christian Prokop trotz Unterzahl sogar die erste Führung durch Fabian Böhm. Immer wieder war es Urban Lesjak, der den Berlinern einen freien Wurf nach dem anderen abkaufte. Vincent Büchner legte noch ein Tor drauf, sodass Berlin-Trainer Jaron Siewert nach 18 Minuten mit seiner ersten Auszeit reagierte. Allerdings zeigten die Füchse danach keine Besserung - Stattdessen erhöhte Youngster Martin Hanne auf 10:7. Die Berliner merkten jedoch, dass die Partie heute kein Spaziergang werden würde und schalteten einen Gang nach oben. Innerhalb von wenigen Minuten glichen die Gäste aus. Ausschlaggebend war die mangelnde Wurfausbeute, die den RECKEN schon zuletzt gegen Balingen zum Verhängnis wurde. Zwei Minuten vor der Pause gingen die Gäste erneut durch Paul Drux in Führung. Anschließend erzielte Fabian Wiede mit der Pausensirene das 13:12. 

DIE RECKEN kamen gut in die zweite Halbzeit. Der knappe Rückstand wurde sofort aufgeholt und dazu legte die Mannschaft direkt noch drei Tore drauf. Insbesondere Spielmacher Veit Mävers zeigte sich treffsicher von der Siebenmeterlinie, nachdem Johan Hansen und Ivan Martinovic bereits gescheitert waren. Niedersachsens Spitzenhandballer führten nach 40 Minuten mit 19:16 und alles sah nach der großen Überraschung aus. Torhüter Urban Lesjak nahm dem Berliner Linksaußen Milos Vujovic zwei Gegenstöße in Folge weg, sodass auch die Halle immer lauter wurde. Die Füchse Berlin blieben jedoch stets gefährlich und sorgten 8 Minuten vor dem Ende für den Ausgleich. Der RECKEN-Angriff kam nicht mehr so leicht zum Torwurf und musste oft unter Zeitspiel abschließen. In der Folge gingen die Gäste durch ihren Kapitän Paul Drux erneut in Führung. Nationalspieler Fabian Wiede erhöhte anschließend mit einem Doppelschlag auf 21:24 und schon standen wieder alle Zeichen auf Auswärtssieg für die Füchse. Routinier Hans Lindberg sorgte 30 Sekunden vor dem Ende mit seinem Siebenmeter zum 22:25 für die Spielentscheidung.

Spielmacher Veit Mävers fasst das Spiel anschließend folgend zusammen: „Das war ein hart umkämpftes und enges Spiel. Beide Mannschaften haben super gekämpft. Urban hat im Tor einen richtig guten Job gemacht. Im Endeffekt haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden. In der Crunchtime haben wir einfach zu viele Fehler gemacht, womit wir gegen ein Spitzenteam wie die Füchse natürlich nicht gewinnen können.“

Für DIE RECKEN geht es bereits in einer Woche weiter. Dann ist die Mannschaft beim HC Erlangen zu Gast und will die ersten beiden Auswärtszähler in der aktuellen Spielzeit einfahren.

 

DIE RECKEN:

Matthias Ritschel, Urban Lesjak, Nejc Cehte, Bastian Roscheck, Ivan Martinovic (3), Veit Mävers (4/2), Johan Hansen (3), Filip Kuzmanovski, Fabian Böhm (3), Jannes Krone (2), Martin Hanne (2), Ilija Brozovic (2), Justus Fischer, Hannes Feise, Vincent Büchner (3)

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