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Stolz mit dem Adler auf der Brust

Die vergangene Länderspielpause bescherte den Schützlingen um Christopher Nordmeyer am vergangenen Wochenende zwei spielfreie Tage. Für zwei RECKEN stand jedoch ein intensives Trainingsprogramm auf dem Plan, denn sowohl Sven-Sören Christophersen als auch Kai Häfner wurden für den DHB Lehrgang unter dem neuen Bundestrainer Dagur Sigurdsson nachnominiert. Im Interview erzählen die beiden Rückraumspieler unter anderem über die neuen Umstände beim DHB, wie sie den Lehrgang erlebt haben und welche persönlichen Ziele sie verfolgen.

Ihr seid beide für den DHB Lehrgang nachnominiert worden. Wie habt ihr die Tage mit der Deutschen Nationalmannschaft erlebt?

Kai Häfner: „Ich wurde ja ziemlich kurzfristig zum Nationalteam berufen, daher konnte ich leider keine Trainingseinheit mitmachen, sondern nur die beiden Spiele gegen die Schweiz mitnehmen. Nichtsdestotrotz ist es natürlich immer etwas Besonderes und es macht extrem viel Spaß für Deutschland zu spielen.“

Sven-Sören Christophersen: „Es war schön wieder für Deutschland zu spielen und meine Rückkehr für die Nationalmannschaft zu feiern. Es ging dann doch alles sehr schnell, umso mehr freue ich mich, dass der Bundestrainer mich berücksichtigt hat. Ich denke, ich konnte auch einen guten Einstand feiern und hatte ein sehr gutes Gefühl dabei.“

Welche Erfahrungen habt ihr während des Lehrgangs sammeln können?

Häfner: „Da ich nicht mit der Mannschaft trainiert habe und nur die letzten Tage dabei war, konnte ich leider nicht soviel an Erfahrungswerten mitnehmen. Einen Austausch mit den vielen Top-Spielern gab es natürlich, denn für mich ist das selbstverständlich, dass man die Gelegenheit nutzt, mit andern Spielern zu sprechen. So lernt man immer etwas Neues dazu.“

Christophersen: „Neu war für mich, dass ich nicht mehr zu den jüngsten Spielern gehöre und ich so in eine andere Rolle wachse. Ich habe mit die meisten Länderspiele absolviert und dementsprechend war diese Tatsache eine neue Erfahrung für mich.“

Im ersten Spiel gegen die Schweiz hat die DHB-Auswahl einen klaren Sieg eingefahren. Am Folgetag reichte es dann nur noch zu einem Unentschieden. Wie kam es zu diesen unterschiedlichen Ergebnissen binnen zwei Tage?

Häfner: Speziell im Hinblick auf die beiden Testspiele muss ich sagen, dass wir das zweite Spiel natürlich auch für uns entscheiden müssen. Ich glaube wir sind mit unseren Chancen etwas zu leichtfertig umgegangen und waren grade in der ersten Halbzeit nicht präsent genug. Unser Anspruch ist sicherlich ein anderer. Aus solchen Spielen immer das Positive mitnehmen und versuchen daraus zu lernen.

Christophersen: „Wir haben im zweiten Spiel einfach verpasst, als wir die Gelegenheit dazu hatten, den Vorsprung zu halten. Zudem ist die Schweiz am Sonntag besser ins Spiel gekommen, als es im ersten Vergleich der Fall war. Besonders Andy Schmid hat aufgetrumpft und sowohl als Passgeber als auch als Torschütze überzeugt. Bisher hatten wir nur wenige gemeinsame Trainingseinheiten, daher  ist die Absprache natürlich noch nicht optimal. Auch in der Abwehr gab es für uns eine Umstellung mit der 5:1-Deckung. Diese Neuerungen können nicht binnen ein paar Tagen automatisiert werden.“ 

Der DHB hat nach dem schlechten Abschneiden der Nationalmannschaft die Konsequenzen gezogen und mit Dagur Sigurdsson einen neuen Bundestrainer in das Amt berufen. Wir war euer erster Eindruck von dem Isländer?

Häfner: Der neue Trainer hat auf mich einen sehr kompetenten Eindruck gemacht. Er weiß definitiv was er will. Alles was er sagt hat Hand und Fuß und er hat klare Vorstellungen, wie seine Vorgaben umgesetzt werden sollen.

Christophersen: „Das Konzept von Dagur Sigurdsson ist mir durch meine Zeit bei den Füchsen Berlin bereits bekannt, daher hat es nicht lange gebraucht, bis ich mich eingewöhnt habe. Ich weiß, was Dagur sich vorstellt. Zwischen uns waren nicht viele Gespräche nötig. Er hat genaue Vorstellungen, die er umsetzten möchte. Als Trainer bewahrt er die optimale Distanz.“

Wie seht ihr die Zukunft der Deutschen Nationalmannschaft und welche persönlichen Ambitionen verfolgt ihr im Bezug auf eure Karriere als Nationalspieler?

Häfner: Ich glaube unser hohes Potential ist hinreichend bekannt. Wenn wir weiter konzentriert an uns arbeiten ist auf jeden Fall einiges möglich mit der Truppe. Meine persönliche Ambition ist natürlich, mich in der Nationalmannschaft zu etablieren und mich zu beweisen. Dafür werde ich alles geben und weiter hart an meinem Spiel arbeiten.

Christophersen: „Für Deutschland zu spielen ist immer eine Ehre und ich habe bereits in Hannover gesagt, dass ich mich mit meiner dortigen Leistung für die Nationalmannschaft empfehlen möchte. Zwar waren eigentlich andere Spieler für meine Position eingeplant, aber auch diese haben aufgrund meiner Verletzung ihre Chance daraufhin erhalten. Ich werde hart an mir arbeiten und abwarten, ob der Bundestrainer mich für die Zukunft auch auf dem Spielfeld sehen möchte. Wir haben bei dem Lehrgang einige positive Dinge erlebt, die wir für die anstehenden EURO-Qualifikationsspiele gegen Finnland und Österreich mitnehmen müssen.“

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