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Prädikat „eiskalt“

Noch 13 Sekunden zeigte die Anzeigetafel in der Berliner Heimspielstätte.13 Sekunden, die über eine Punkteteilung oder einen doppelten Punktgewinn für DIE RECKEN entscheiden würden. Die Hausherren bekamen noch eine letzte Chance, den Ball in das Tor der RECKEN einzunetzen. Doch der Wurf von Fabian Wiede landete neben den Pfosten und bescherte somit den Niedersachsen den ersten Auswärtserfolg. Trotz der ungünstigen Personalsituation, zeigten DIE RECKEN eine beeindruckende Reaktion auf die vergangenen Meldungen aus der medizinischen Abteilung und hielten zudem der lautstarken Kulisse in der Max-Schmeling-Halle bis zum Abpfiff stand.

Sinnbildliche Leistung für das Kollektiv

Nervenstark, eiskalt, clever und entschlossen – so zeigte sich, bezeichnend für das Auftreten der gesamten Mannschaft, Lars Lehnhoff vom Sieben-Meter-Strich. Selbstbewusst trat der Flügelflitzer acht Mal im Duell gegen Silvio Heinevetter oder Peter Stochl an und verwandelte eiskalt jeden Strafwurf. „Wir werden in diesem Jahr hochmotiviert angreifen und den einen oder anderen Gegner ärgern“, kündigte der 28-Jährige bereits vor Saisonstart an und sollte mit dieser Aussage am sechsten Spieltag recht behalten. An dem unerwarteten Sieg gegen die favorisierten Hauptstädter hatte Lehnhoff, mit seinen insgesamt neun Treffern, maßgeblichen Anteil.

Fokussiert vor jedem Spiel

Lehnhoff geht jedes Spiel mit Vollgas an und stellt sich zudem stets in den Dienst der Mannschaft. Eigenschaften, die auch sein Teamkollege Jan Fiete Buschmann zu schätzen weiß: „Lars macht sich viele Gedanken vor dem Spiel und betreibt unter anderem ein intensives Videostudium. Seine akribische Vorbereitung beeindruckt mich. Umso mehr freue ich mich für ihn, dass sich das am Wochenende in Berlin ausgezahlt hat.“ Auch RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer, der fünf Jahre lang mit seinem Schützling als aktiver Spieler auf dem Feld stand, ist von der Einstellung und der Charakterstärke des Linksaußenspielers überzeugt: „Es gibt keinen Spieler, der sich so akribisch vorbereitet, wie Lars.“

Besondere Verbundenheit mit Burgdorf und den RECKEN

Der gebürtige Celler kann eine historische Vita mit den RECKEN aufweisen, die ihn zu einer Identifikationsfigur in Hannover macht. Kein anderer Spieler neben Lehnhoff hat den Werdegang von Niedersachsens Nummer Eins von der Regionalliga bis in die erste Liga begleitet und den Sprung in die stärkste Liga der Welt aktiv miterlebt. Aber nicht nur sportlich sondern auch privat fühlt sich der Flügelspieler seit Jahren in Hannover wohl. „Ich habe meine Familie, Freunde und mein gewohntes Umfeld um mich und lebe gleichzeitig meinen Traum als Handballbundesligaspieler. Hannover hat alles, was ich brauche“, erklärte der RECKE im Rahmen seiner Vertragsverlängerung im vergangenen Jahr.

Bereits am kommenden Samstagabend bietet sich für den Außenspieler die nächste Gelegenheit, seine Nervenstärke auf dem Feld zu beweisen. In einem Punkt können sich die RECKEN-Fans, wenn die Lichter kurz vor 19 Uhr für den Einlauf der Mannschaft gedimmt werden, sicher sein: Lehnhoff und seine Teamkollegen werden hochmotiviert auf das Parkett gehen und alles geben, um das Punktekonto auf der Habenseite weiter auszubauen.

 

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