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Perspektivkader gewinnt das Derby

Zweiter Sieg in Folge

Viel hatte sich Heidmar Felixson eigentlich nicht ausgerechnet. Angesicht der angespannten personellen Situation wollte er eigentlich „einigermaßen vernünftig“ durch die nächsten Spiele kommen. In der Vorwoche reichte es zu einem knappen 17:16 Erfolg gegen den SV 04 Plauen-Oberlosa, obwohl mit Louis Ewert, Nils Schröder und Matteo Ehlers drei torgefährliche Rückraumschützen fehlten. Vor dem Spiel gegen den HSV Hannover-Anderten wurde es nicht besser, im Gegenteil mit Petar Juric fiel der vierte Akteur aus dem Rückraum aus. Nach dem Spiel waren Felixson und sein Trainerteam auch nicht sonderlich überrascht, dass es erneut nur wenige eigene Treffer zu sehen gab. Aber das die Abwehr so eine überragende Leistung ablieferte, dass sogar nur 16 geworfene Tore zum Sieg reichen, erstaunte alle. Die Deckung mit Justus Fischer, Kjell Maelecke, Luis Rodriguez und Koray Ayar war kaum zu überwinden, dazu machte Torwart Lukas Reichenbach wohl eines seiner besten Spiele seiner noch jungen Karriere. „Lukas war Bombe“, reichte Felixson noch nach und sparte nicht mit Lob.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Hannover, gingen nach sechs Minuten mit 3:1 in Führung. Doch 14 torlose Minuten des HSV nutzte die TSV um ihrerseits die Führung zum 4:3 zu übernehmen. Zur Pause hieß es 7:7. Gleich nach dem Wiederbeginn konnten die Gäste erneut vorlegen, doch ein 4:0 Lauf ließ die Burgdorfer erstmals auf drei Tore wegziehen (11:8, 37. Minute). Als die Hannoveraner ihrerseits sechs Treffer nacheinander erzielten, schien die Partie beim 11:14 (48.), bzw. 12:15 (53.) in Richtung der Gäste zu kippen. Doch in den letzten sieben Minuten hielt Reichenbach seinen „Kasten“ sauber, ausschließlich der TSV gelangen noch Tore. Fabrice-Joel Wolf und Justin Wollny verkürzten auf 14:15 (54.). Wollny verwandelte eine Minute später einen Strafwurf zum Ausgleich. Es folgte eine fast torlose fünfminütige Schlussphase, bis Joel Wunsch fünf Sekunden vor Schluss doch noch der finale und entscheidende Treffer gelang. Er traf zum 16:15 Endstand.

„Es war ein Derby wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich hätten einige Tore mehr fallen können, aber die Umstände haben das verhindert. Kämpferisch haben beide Mannschaften alles gegeben, emotional war alles dabei. Unseren Zuschauern muss ich besonders danken, sie haben uns den letzten Push gegeben und uns sehr geholfen. Ich hoffe, ihr kommt alle wieder“, sagte Heidmar Felixson.

Am kommenden Samstag, um 17 Uhr, folgt das dritte Heimspiel der TSV II in Serie. Zu Gast ist dann der SC DHfK Leipzig II.

Text: TSV Burgdorf / Volker Klein
Foto: Florian Petrow

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