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„Manchmal gibt es solche Tage“

Deutliche Auswärtsniederlage in Wetzlar

Die TSV Hannover-Burgdorf verliert mit 38:16 (19:6) bei der HSG Wetzlar und muss sich auswärts deutlich geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop erwischte einen rabenschwarzen Tag und konnte die Hessen um ihren überragenden Schlussmann Till Klimpke (15 Paraden) zu keinem Zeitpunkt aufhalten. Allerdings mussten die Niedersachsen auf Evgeni Pevnov, Bastian Roscheck sowie Jannes Krone verzichten, die verletzungsbedingt ausfielen. Dazu musste Nejc Cehte bereits in der ersten Halbzeit angeschlagen ausgewechselt werden. Dafür sammelten Justus Fischer, Petar Juric und Luc Depping weitere Einsatzminuten in der Bundesliga.

DIE RECKEN hatten zu Beginn große Schwierigkeiten. Technische Fehler prägten den Angriff, die von den Hausherren gnadenlos ausgenutzt wurden. Die HSG Wetzlar ging nach fünf Minuten mit 3:0 in Führung. Trainer Christian Prokop reagierte früh und nahm seine erste Auszeit. Johan Hansen erzielte in der siebten Spielminute den ersten Treffer für die Niedersachsen. Zwar erspielte sich die Mannschaft bessere Chancen, doch scheiterte mehrmals an der mangelnden Wurfausbeute. Dazu kam, dass Till Klimpke im Tor der Wetzlarer einen „Sahnetag“ erwischte und alleine in der ersten Hälfte insgesamt drei Siebenmeter parierte. Die Hausherren spielten sich in einen Lauf und gingen gegen Mitte der ersten Halbzeit mit 9:2 in Führung. Der deutliche Vorsprung hatte zur Folge, dass Christian Prokop bereits in der 15. Spielminute seine zweite Auszeit nehmen musste. Die Deckung festigte sich zwar durch eine Umstellung, doch auch die Torhüter bekamen überhaupt nichts zu greifen. Die Hausherren schalteten nach jedem Ballgewinn konsequent ins Tempospiel und erhöhten mit dem Pausenpfiff auf 19:6.

Die HSG Wetzlar machte zu Beginn sofort da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte. Niedersachsens Spitzenhandballer scheiterten Mal um Mal an Till Klimpke und die Hausherren kamen blitzschnell auf der Gegenseite zum Torerfolg. Bereits nach 42 Minuten erhöhten die Hessen auf 29:9. Auch wenn die Partie schon längst entschieden war, sorgten Ivan Martinovic und Martin Hanne im Angriff vereinzelt für gute Aktionen. Dazu bekamen Justus Fischer, Petar Juric und Luc Depping aus dem Perspektivkader viel Spielzeit und spielten unbekümmert auf. Zwar war das nicht mehr entscheidend, doch trotzdem ein positiver Lichtblick an einem sonst eher finsteren Sonntag-Nachmittag. Am Ende gewinnen die Hessen deutlich mit 38:16 und ließen sich verdient von den eigenen Fans feiern.

„Manchmal gibt es solche Tage, das ist klar. Allerdings ärgert mich die Höhe der Niederlage sehr. Unser größtes Problem heute war der Rückzug. Dass wir Bälle verlieren, kann passieren. Doch wir haben unsere Torhüter einfach zu oft im Stich gelassen“, stellt Mannschaftskapitän Fabian Böhm anschließend als Faktor heraus. In Hinblick auf die kommende Partie gegen die MT Melsungen führt er weiter aus: „Für uns geht es jetzt einfach darum, dass wir uns als Mannschaft zusammensetzen und sagen `so geht’s am Sonntag nicht´. Wir spielen Zuhause und müssen ein anderes Gesicht zeigen.“

 

DIE RECKEN:

Domenico Ebner, Urban Lesjak, Nejc Cehte, Ivan Martinovic (3), Veit Mävers (2), Johan Hansen (1), Petar Juric (1), Filip Kuzmanovski, Luc Depping, Fabian Böhm (2), Jonathan Edvardsson, Martin Hanne (2), Ilija Brozovic (3), Justus Fischer (1), Hannes Feise (1), Vincent Büchner

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