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„Keine Pause erlauben“

RECKEN wollen bei MT Melsungen Hinspielniederlage wieder gutmachen

Die knappe Niederlage gegen den THW Kiel ist abgehakt, die volle Konzentration auf die kommende Aufgabe gelegt. Drei Tage nach dem trotz einer insgesamt guten Leistung unglücklichen Ausgang gegen den Deutschen Rekordmeister steht die TSV Hannover-Burgdorf bereits am morgigen Mittwoch vor der nächsten Hürde. Bei Europapokalteilnehmer MT Melsungen kämpfen DIE RECKEN ab 19 Uhr in der Rothenbach Halle in Kassel um die nächsten beiden Punkte in der DKB Handball-Bundesliga. „Wir müssen 60 Minuten dranbleiben und dürfen uns keine Pausen erlauben“, gibt Trainer Jens Bürkle die Marschroute vor.

Dabei wollen die Niedersachsen an die über weite Strecken gute Partie gegen Kiel anknüpfen. „Der Ausgang war natürlich sehr bitter, weil wir eigentlich eine gute Leistung gezeigt haben“, weiß Rückraumspieler Fabian Böhm, dessen Trainer ihm beipflichtet. „Wir haben sehr gut verteidigt und einen super Gegenstoß gezeigt. Im Positionsangriff hatten wir hingegen eine zu lange Schwächephase“, spielt Bürkle jedoch auch auf die rund viertelstündige Torflaute an. Umso wichtiger wird es bei den Nordhessen sein, sich über die gesamte Spielzeit am eigenen Leistungsmaximum zu bewegen.

Gerade angesichts des stark besetzten MT-Kaders wird eine Topleistung nötig sein. „Melsungen war letztes Jahr Vierter und hat eine sehr gute Mannschaft mit sehr hoher Qualität“, ist sich Bürkle der Herausforderung bewusst. „Speziell die körperlich starke Abwehr ist sehr unangenehm zu bespielen.“ Für entsprechende Stabilität in der Defensive sorgen neben Torhüter Johan Sjöstrand (vorher THW Kiel) unter anderem die Müller-Zwillinge und Felix Danner. Offensiv strahlen zudem Linksaußen Michael Allendorf (68/24 Tore) und Rechtsaußen Johannes Sellin als Vierter der Liga-Torschützenliste mit bislang 139/47 Saisontoren große Torgefahr aus, während der Rückraum um Michael Müller (75) und Momir Rnic (78/11) ebenfalls hohe Durchschlagskraft garantiert.

Wenngleich die bisherige Saison der Melsunger einer Achterbahnfahrt gleicht und sich die Nordhessen in der DKB HBL aktuell auf Rang zehn (21:27 Punkte) befinden, hat die Mannschaft von Trainer Michael Roth nicht nur im Hinspiel beim mit einem direkten Freiwurf in der Schlusssekunde erzielten 30:31-Erfolg in Hannover gezeigt, zu was sie fähig ist. Deutlich wurde dies unter anderem auch beim 24:24 gegen die SG Flensburg-Handewitt vor heimischem Publikum. Dennoch haben DIE RECKEN ein klares Ziel vor Augen. „Wir wollen morgen bei der MT Melsungen die Hinspielniederlage wieder gutmachen und zwei Punkte holen“, so Fabian Böhm. „Wichtig wird unter anderem sein, dass wir Melsungen unser eigenes Abwehrsystem aufdrücken.“

Doch auch auf die Abwehr der Niedersachsen kommt Schwerstarbeit zu. Hoffnung gibt dabei das Comeback von Erik Schmidt, der bereits gegen Kiel zur Defensivstabilität beitragen konnte. „Mit Erik haben wir wieder viel mehr Möglichkeiten“, gibt sich Böhm zuversichtlich, zumal Kapitän Torge Johannsen ebenfalls nach seiner Verletzung erstmals wieder dabei ist. Verletzt fehlen werden hingegen weiterhin Csaba Szücs und Malte Semisch. 

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