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Ersatzgeschwächt nach Berlin

Aufgrund der Länderspielpause ruhte am vergangenen Wochenende der Ball in der DKB Handball-Bundesliga. Lediglich die nominierten Nationalspieler standen für die Deutsche Auswahl auf der Platte, zu denen auch die beiden RECKEN Sven-Sören Christophersen und Kai Häfner zählten. Für das kommende Wochenende laufen die Niedersachsen, im Kampf um weitere Zähler, nun wieder in der stärksten Liga der Welt auf. Am Sonntag, 15 Uhr treffen die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer auf die Füchse Berlin. Die Partie steht unter der Leitung des international erfahrenen Schiedsrichtergespanns Hanspeter Brodbeck und Simon Reich.

Perspektivspieler rücken nach

Zwei Wochen Vorbereitungszeit standen Nordmeyer für das nächste Punktspiel in Berlin aufgrund der kurzen Pause durch den DHB-Lehrgang zur Verfügung. Voll ausschöpfen konnte der RECKEN-Trainer diese Zeit mit der Mannschaft jedoch nicht. „Durch die Nachnominierung von Kai und Smöre konnte ich das Training nicht so nutzen, wie ich das wollte. Zudem hatten wir kleinere Verletzungsprobleme, so dass wir erst Anfang der Woche mit der Vorbereitung auf das Spiel bei den Füchsen beginnen konnten. Aber damit müssen wir zurecht kommen“, bewertet Nordmeyer die suboptimale Situation vor dem Aufeinandertreffen in Berlin.

Die Meldungen aus der medizinischen Abteilung, mit der Verletzungsproblematik von Nikolai Weber und dem längeren Ausfall von Mait Patrail, führen zu einer ungünstigen Ausgangslage vor dem schweren Spiel in der Hauptstadt. Für den verletzten Torhüter Weber wird Nordmeyer auf die RECKEN Jendrik Meyer und Fabian Piatke, aus dem Perspektivteam, zurückgreifen. „Der Ausfall von Patrail ist ein herber Rückschlag, denn er trägt eine wichtige Rolle in unserem System. Sein Fehlen werden wir über die Mannschaft versuchen aufzufangen“, erklärt der RECKEN-Trainer.

Zurück zur ehemaligen Wirkungsstätte

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten wird es für Sven-Sören Christophersen geben, der vor seinem Wechsel zu den RECKEN vier Jahre in Berlin auf dem Parkett stand. „Das ist für mich schon eine besondere Situation, nach meiner langen Zeit in Berlin dort hin zu fahren und auf meine alten Kollegen zu treffen oder auch auf Helfer, mit denen man jahrelang zusammengearbeitet hat. Dennoch wird das alles für 60 Minuten nicht relevant sein, denn dann zählt nur das Spiel“, blickt Christophersen auf die morgige Partie in seiner alten Wirkungsstätte.

Die Verletzungsliste bei den RECKEN ist in der vergangenen Woche um zwei Spieler verlängert worden, umso wichtiger wird es morgen sein, dass alle Niedersachsen an ihr Limit gehen, um gegen die Füchse bestehen zu können. „Die Voraussetzungen sind leider nicht ideal, aber wir können das nicht ändern. Die Spieler, die morgen auf dem Parkett stehen, müssen Verantwortung übernehmen. Klar, dass auch Smöre diese Rolle annehmen wird. Körperlich hat er die Voraussetzungen, diese Führungsrolle auszuüben. Ich habe sehr gute Gespräche mit ihm geführt und bin sehr zuversichtlich“, betont Nordmeyer die Bedeutung des Rückraumspielers. 

Schwerer Gegner

Der 29-Jährige Profihandballer ist also, genau so wie seine Mannschaftskollegen heiß auf die bevorstehende Partie in Berlin. Doch DIE RECKEN werden auf eine kampfstarke Truppe treffen, denn mit der deutlichen und in dieser Höhe unerwarteten Niederlage gegen Minden am vergangenen Mittwochabend (21:30), stehen die Füchse laut Nordmeyer unter Druck: „GWD hat den Berlinern viel Kraft abverlangt und aggressiv verteidigt. Aufgrund dieser Ausgangslage, erwarte ich morgen ein schweres Auswärtsspiel.“

In der vergangenen Saison musste sich Niedersachsens Nummer eins sowohl im Hin- als auch im Rückspiel gegen die Hauptstädter geschlagen geben. Eine Serie soll daraus jedoch im besten Fall nicht entstehen, daher werden DIE RECKEN, trotz der ungünstigen Personalsituation, in der morgigen Partie in Berlin alles in die Waagschale werfen. 

TV-Berichterstattung

Das Bundesligaspiel Füchse Berlin gegen DIE RECKEN wird um 15 Uhr via Livestream kostenlos auf Sport1.de übertragen. Zudem zeigt der NDR Sportclub am Sonntagabend (22:50 bis 23:35 Uhr) ein Portrait über Sven-Sören Christophersen.

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